Indien, Chakma Schulen in Diyun

Das erste Förderprojekt von ‚Infinite Compassion Deutschland e.V.’ ist der Bau einer Schule in Diyun, Arunachal Pradesh. Dort lebt ein Teil des buddhistischen Volkes der Chakma, die in den 60er Jahren aus dem islamischen Bangladesh wegen ihrer Religionszugehörigkeit vertrieben wurden. Die indische Regierung hat den Flüchtlingen zwar ein Gebiet in Arunachal Pradesh zur Verfügung gestellt, fühlt sich aber für die weitere Infrastruktur und Versorgung nicht zuständig. Die Chakma sind zu ca. 55% Analphabeten, haben so gut wie keine medizinische Versorgung, kaum Straßen und nur sehr wenige Schulen, von denen die meisten nur bis zur 4. oder 5. Klasse unterrichten. Im Mai 2008 wurde der Grundstein für das Chakma-Schulprojekt gelegt.

Die Initiatoren des Projektes, Eheleute Worna und Hannah Zohari aus Nordrhein-Westfalen, wurden seinerzeit bei einem Treffen mit Shamar Rinpoche von diesem auf die unerträgliche Situation der Chakma in Indien hingewiesen.  Gemeinsam wurde beschlossen ein Hilfsprojekt ins Leben zu rufen und nur wenige Monate später reisten die Eheleute Zohari nach Nordostindien, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Auf Worte folgten Taten: bereits im Januar 2009 konnten rund 40.000 qm Land erworben werden. Die Entwurfsplanung für die Gebäude erstellte dann innerhalb weniger Wochen der deutsche Architekt Willi Kröger aus Nepal und schon im Mai 2009 waren die ersten Schulgebäude fertiggestellt, so dass mit dem Unterricht begonnen werden konnte.

 

Infinite Compassion unterstützt das Chakma Projekt von Anfang an mit administrativer Arbeit und dem gezielten Einsammeln von Spenden, die direkt in das Projekt fließen und somit den Kindern zu Gute kommen. Unter der Schirmherrschaft von Shamar Rinpoche und dank dem persönlichen und finanziellen Einsatz von Worna und Hannah Zohari hat sich das Projekt inzwischen sehr erfolgreich entwickelt.  Weitere Gebäude konnten erstellt werden und seit Sommer 2010 werden bereits Schüler in drei Klassen unterrichtet. Es gibt tägliche Mahlzeiten für alle Kinder und Lehrer, einen eigenen Brunnen sowie einen Landabschnitt, der landwirtschaftlich genutzt wird, sodass sich das Schulprojekt über die daraus generierten  Verkaufseinnahmen in einigen Jahren selbst finanzieren kann.

 

 

Für weitere Informationen zum Chakma Schulprojekt bitte hier klicken: www.projekt-chakma.de. Durch dieses Schulprojekt wird den Kindern der Chakma die Möglichkeit eröffnet, eine gute Ausbildung zu bekommen. Das ist die Voraussetzung, dass sie und ihre Familien ein besseres Leben haben können. Gerade in der Himalaya-Region ist eine gute schulische Ausbildung der Weg aus der Armut in ein menschenwürdiges Dasein. Das bewahrt die Eltern u.a. davor, ihre Töchter zu ‚verkaufen’, damit die Familie überleben kann. Die Mädchen würden damit unweigerlich zur Prostitution gezwungen werden.

Rechts sehen Sie ein kleines Video über das Chakma Projekt: