Indien, Diwakar Grundschule

Diwakar Grundschule, März 2016

Die Diwakar Grundschule in Takdah/Darjeeling wird derzeit von etwa 150 Kindern im Alter von 6-16 Jahren besucht. Sie erhalten dort eine grundlegende Schulausbildung nach Vorgaben der indischen Regierung und werden zusätzlich unterrichtet in den Sprachen Englisch, Nepali und Tibetisch.

Die Zahl der Kinder hatte sich nach dem Erdbeben in Nepal und Indien 2015 verdoppelt, weil dadurch viele Kinder zu Waisen wurden und nun Schutz, Versorgung und Ausbildung suchten.

Die Räumlichkeiten und sanitären Anlagen waren allerdings nicht für eine solch hohe Zahl weiterer Schüler ausgelegt, deshalb ist es wichtig, schnell eine Lösung zu finden. Es wird ein weiteres, zweistöckiges Gebäude mit fünf Klassenzimmern, 10 Schlafsälen und einer Bibliothek gebaut. Mit dem Bauvorhaben wurde auch schon begonnen, allerdings ist für die Fertigstellung und vor allem für die tägliche Verpflegung und Kleidung der Kinder noch dringend finanzielle Unterstützung nötig.

Hier gibt ein Video mit Jigme Rinpoche vor Ort zu sehen.

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Bericht über Erdbebenschäden 2010: Mönchsschule für 120 Schüler (Neubau und Instandsetzung)

Das Hauptgebäude (ein alter Kolonialbau) ist durch das Erdbeben im Oktober 2010 stark beschädigt worden, in seiner Standsicherheit gefährdet und derzeit nicht als Schulgebäude nutzbar. Nach der Einschätzung des deutschen Architekten Willi Kröger kann es jedoch durch Abriss der Anbauten und des Daches, Verklammerung des Mauerwerks mit einem Ringanker sowie Wiederaufbau des Daches und teilweise der Anbauten gerettet und später als Verwaltungs- und Gästehaus genutzt werden. Die Kosten dafür sind noch zu ermitteln.

Durch glückliche Umstände waren alle 80 Schüler und die Lehrer während des Erdbebens außerhalb des Gebäudes und niemand wurde verletzt. Alle Schüler ‚wohnen‘ derzeit jedoch in einem provisorischen Zeltbau. Der Unterricht sowie die Verpflegung finden in einem wenig beschädigten Anbauteil statt. Die Situation wird mit dem nächsten Monsun unzumutbar, bauliche Maßnahmen sind daher dringend erforderlich. Vorrangig ist ein Neubau auf dem Hanggelände neben dem Hauptgebäude zu errichten, um die für den Schulbetrieb sowie Unterkünfte und Verpflegung notwendigen Räume zu schaffen. Dabei ist auch eine notwendige Kapazitätserweiterung auf 120 Schüler zu berücksichtigen.

Die Planung ist in Arbeit (in Kürze liegen die Planunterlagen zur Berechnung der Statik vor), um vor dem Monsun zumindest die ersten Gebäudeteile fertig stellen zu können. Um in Zukunft besser gegen die Erdbebengefahr gerüstet zu sein, wird der Gesamtkomplex in einzelne Bauteile gegliedert, die flexibel miteinander verbunden sind. Die Statik wird selbstverständlich entsprechend berechnet, was sich natürlich auf die Kosten auswirkt, allerdings alternativlos ist. Damit kann auch auf die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit in der steilen Hanglage reagiert sowie in Bauabschnitten gearbeitet werden.