Nepal, Straßenhunde

Ohrenbetäubendes Gebell erfüllt jede Nacht Kathmandu. Es gibt hier sehr viele Straßenhunde, so wie in vielen Gegenden Nepals. Sie sind dringend auf die Hilfe von Menschen angewiesen, denn sie fristen ein hartes Dasein auf der Straße: Die Hunde haben kein schützendes Dach über dem Kopf, fressen Abfälle, sie werden krank oder verletzt, manchmal sogar gequält, vergiftet oder angefahren. Sie haben keinen Stellenwert in der Gesellschaft und werden oft von Menschen ignoriert wenn sie krank sind oder sterben.

Das Tierschutzprogramm „Animal Nepal“ hat zum Ziel, die Population der Straßenhunde einzudämmen, um das Leid der Tiere zu verringern. Dies geschieht durch Kastrationen, da eine Hündin und ihre vielen Nachkommen im Laufe des Lebens mehrere tausend Tiere gebären! 75% der Hundewelpen sterben allerdings frühzeitig aufgrund der harten Bedingungen auf der Straße. „Animal Nepal“ sorgt auch dafür, dass die Hunde geimpft werden (gegen Tollwut etc.), dass verletzte Tiere medizinisch behandelt werden und nicht zuletzt findet Aufklärungsarbeit der Bevölkerung zum Thema Tierschutz statt.

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2017 plant „Animal Nepal“ 1.500 Hunde in Kathmandu zu kastrieren, 1.100 in Lalitpur, 300 in Lumbini und 100 in Swyambhu. Weiterhin sollen 1.600 Hunde geimpft und 1.000 medizinisch versorgt werden. Insgesamt fallen dafür Kosten von knapp 140.000 US Dollar an. In den nächsten fünf Jahren sollen bis zu 10.000 Hunde kastriert werden, um eine gesunde Population zu erhalten, die im Einklang mit den Menschen leben kann.

Neben dieser aktiven Hilfe auf der Straße setzt sich „Animal Nepal“ auch politisch bei der nepalesischen Regierung für Tierschutzgesetze ein. Außerdem gehen die Tierschützer auch in Schulen, Fabriken und in regionale Gemeinschaften, um Aufklärungsarbeit zu betreiben und Achtsamkeit für Tiere in den Köpfen der Menschen zu fördern. Die Aufklärungsarbeit ist nicht nur wichtig für den Umgang mit Straßentieren, sondern auch für den mit Haustieren. Nur wenige Nepalesen sind verantwortungsvolle Hundebesitzer. Viele halten gleich mehrere, wissen aber nicht was die Hunde brauchen.

Im Jahr sterben ca. 200 Menschen in Nepal an Tollwut, die vom Hund auf den Menschen übertragen werden kann. Die Bevölkerung hat also in diesem Punkt auch ein persönliches Interesse daran, dass die Straßentiere gesund sind.

Wer diese Fürsorge für die Hunde gern mit einer Spende unterstützen möchte, gibt einfach im Verwendungszweck ‚Hunde in Nepal‘ an.