Diwakar Grundschule in Indien

Indien, Diwakar Grundschule

Diwakar Grundschule

Aktuelles von September 2019

Es sind ca. 80 Jungen, die zurzeit die Grundschule in Takdah besuchen (und es gibt ebenso viele Studenten in Kalimpong). Die meisten Jungen werden dort im Alter von ca. 10 Jahren aufgenommen, manche auch schon früher. Wenn die Jungen erst 6 oder 7 Jahre alt sind, dann wiederholen sie meistens die ersten beiden Schulklassen, um ein besseres Verständnis zu entwickeln und eine gute Basis für die schulischen Herausforderungen zu haben. Die sieben angestellten Lehrkräfte gewähren ihnen eine grundlegende Ausbildung nach Vorgaben der indischen Regierung, ergänzt durch Unterricht in den Sprachen Englisch, Nepali und Tibetisch.

Die Mehrzahl der Kinder kommt aus sehr armen Verhältnissen oder sie sind Waisen und suchen hier Schutz, Unterstützung und Ausbildung. Hier erhalten sie Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung und natürlich Unterricht. Für die Kinder sorgen einerseits ausgebildete Lehrer, aber auch solche, die selbst auf dieser Schule waren und später ihr Studium an der Akademie in Kalimpong absolviert haben. Sie kennen sich dann bestens aus mit den Gegebenheiten und auch damit, was die Jungen an Schutz und Versorgung benötigen.

Neben der klassischen Schulausbildung erhalten die Kinder Unterricht in ethischem Verhalten und lernen einen achtsamen Umgang mit allen Lebewesen und der Umgebung. Damit erhalten sie hervorragende Voraussetzungen für ihr weiteres Leben.

Der Unterhalt für ein Kind kostet ca. € 30 monatlich, und wir freuen uns über jede/n, der/die bereit ist, die Schule bzw. die Kinder mit einer einmaligen Spende oder mit regelmäßigen Beiträgen zu unterstützen. Jede Spende ist ein hilfreicher Beitrag!

Hier gibt ein Video mit Jigme Rinpoche vor Ort zu sehen.

 

 

Bericht über Erdbebenschäden 2010: Mönchsschule für 120 Schüler (Neubau und Instandsetzung)

Das Hauptgebäude (ein alter Kolonialbau) ist durch das Erdbeben im Oktober 2010 stark beschädigt worden, in seiner Standsicherheit gefährdet und derzeit nicht als Schulgebäude nutzbar. Nach der Einschätzung des deutschen Architekten Willi Kröger kann es jedoch durch Abriss der Anbauten und des Daches, Verklammerung des Mauerwerks mit einem Ringanker sowie Wiederaufbau des Daches und teilweise der Anbauten gerettet und später als Verwaltungs- und Gästehaus genutzt werden. Die Kosten dafür sind noch zu ermitteln.

Durch glückliche Umstände waren alle 80 Schüler und die Lehrer während des Erdbebens außerhalb des Gebäudes und niemand wurde verletzt. Alle Schüler ‚wohnen‘ derzeit jedoch in einem provisorischen Zeltbau. Der Unterricht sowie die Verpflegung finden in einem wenig beschädigten Anbauteil statt. Die Situation wird mit dem nächsten Monsun unzumutbar, bauliche Maßnahmen sind daher dringend erforderlich. Vorrangig ist ein Neubau auf dem Hanggelände neben dem Hauptgebäude zu errichten, um die für den Schulbetrieb sowie Unterkünfte und Verpflegung notwendigen Räume zu schaffen. Dabei ist auch eine notwendige Kapazitätserweiterung auf 120 Schüler zu berücksichtigen.

Die Planung ist in Arbeit (in Kürze liegen die Planunterlagen zur Berechnung der Statik vor), um vor dem Monsun zumindest die ersten Gebäudeteile fertig stellen zu können. Um in Zukunft besser gegen die Erdbebengefahr gerüstet zu sein, wird der Gesamtkomplex in einzelne Bauteile gegliedert, die flexibel miteinander verbunden sind. Die Statik wird selbstverständlich entsprechend berechnet, was sich natürlich auf die Kosten auswirkt, allerdings alternativlos ist. Damit kann auch auf die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit in der steilen Hanglage reagiert sowie in Bauabschnitten gearbeitet werden.

 


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